Der Lauf der Zeit.

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Jahrgang 2018 - Der Winter wollte einfach nicht gehen. Bis Mitte März waren die Temperaturen kalt und sorgten für absoluten Stillstand im Weinberg. Dann wurde es schlagartig warm. Der Frühling fiel aus! Vom Winter direkt in den Sommer! Ab April hatten wir einen explosionsartigen Austrieb und Wachstum der Reben. Eine so wahnsinnig schnelle Vegetation gab es selten. Die Blüte der Reben im Mai war bei dem trockenen und warmen Wetter schnell vorbei und die Trauben genossen die Idealen Wetterbedingungen und legten eine rekordreife Entwicklung an den Tag. Schon Mitte Juli war das Stadium Reifebeginn erreicht. Die anhaltende Trockenheit und die weiteren Aussichten auf: weiterhin kein Regen, veranlasste uns dazu unsere Weinberge zu bewässern. In unsere mit Tröpfchenbewässerung ausgestatteten Weinberge fuhren wir ca. 400.000 Liter Wasser. Die restlichen Weinberge ohne stationäre Bewässerung versorgten wir mit Wasser aus dem Main per Ueberkronenbewässerung. Auch im August blieb das Wetter warm und trocken und zeigte an, dass wir uns auf die früheste Lese aller Zeiten vorbereiten sollten. Am 31. August ging es dann auch tatsächlich los. Nicht wie gewohnt mit den Frühsorten Müller-Thurgau und Bacchus sondern mit Silvaner und Riesling. 14 Tage früher als 2017! Trotz der anhaltenden Trockenheit haben unsere Weinreben eine sehr gute Qualität erbracht. Goldgelbe Trauben, die wie gemalt aussahen hingen an den Weinreben und ließen uns die Wahl des Erntezeitpunktes. Die einzige Herausforderung war die anhaltende Hitze bei der Lese . 5 Wochen später waren schon fast alle unsere Trauben gelesen und im Keller eingelagert. Sehr intensive Fruchtaromen und eine angenehme Säurestruktur versprechen einen großartigen Jahrgang 2018.